Iesus – ein Mensch, der den Lauf der Welt beeinflusst hat wie kein anderer. Eine Rechtfertigung auf über 2000 Jahre geistige Vergewaltigung und Dogma. Man kann spekulieren ob es diese Person gegeben haben mag oder ob er nur eine Legitimierung oder, ja vielleicht auch nur eine Metapher für den Revolutionsgedanken unterdrückter Menschen war (und ist). Sei’s drum. Wir werden es wohl nicht mehr erfahren und sehen nur das, was in seinem Namen auf und in die Welt gesetzt wurde und noch heute, nach Jahrtausenden, gleich einer Marke, als perverses Merchandising zelebriert wird.
In seinem Namen wird mentale Barbarei und Unterdrückung glorifiziert und gefördert; bei Menschen, die nicht für sich selbst denken und handeln wollen, können oder, ja, gar nicht wissen, dass das erste Geburtsrecht des Menschen die Freiheit ist. Geistiger Natur mehr als alles andere. Menschen, die die Verantwortung der Last auf ihren Schultern nur zu gerne in die wohlwollenden Hände einer vermeintlich höheren Macht geben möchten.
Glauben jedoch ist eine zutiefst subjektive und persönliche Angelegenheit. Wird dieser Glauben zur Religion erhoben entstehen Dogmen, Treibstoff und Substanz der gedanklichen Versklavung – ohne die keine Religion funktionieren kann.
Mir stellt sich bei solchen Gedanken immer wieder die Frage, ob die Personen, um die diese Kulte gebaut werden, mit dem eingeschlagenen Weg konform gehen würden. Längst zu Staub zerfallen und vom mystizierenden Wind der Historikerfeder verklärt, hätten Iesus, Buddha und der Rest religiösen Zierrats sicher das ein oder andere Wort der Kritik anzumerken. Gemäß der Kant’schen Forderung, sollten wir unsere Kontemplation einmal besonders auf diesen Punkt richten und dem kritischen Weg ein Tor öffnen.


Nur zwei kleine Anmerkungen:
1. Die Bildunterschriften auf Latein hätte Jesus gar nicht verstanden -> er sprach aramäisch
2. Jesus war absolut gegen Gewalt, die Gewalt ging von denen aus, denen er ein Dorn im Auge war
Gruß
Danke für deine Anmerkung!
zu 1.) Richtig, schließlich war er ein jüdischer Priester, wie allgemein bekannt sein dürfte. Aber ich bin mir nicht mal sicher, ob die damaligen Römer dieses moderne Latein verstanden hätten.
zu 2.) Eben darum geht es ja.
Super Text! Tolles Menschenbild!